Gastronomie & Hotellerie sind eine internationale Branche!

Seit Januar 2016 leisten auch die Wirtschaftsschulen für Hotellerie, Gastronomie, Handel und Dienstleistungen Dortmund einen Beitrag zur bestmöglichen Integration von Migranten. Zusätzlich zu den bestehenden Bildungsgängen wurden sog. Internationale Förderklassen (IFK) zur Ausbildungsvorbereitung eingerichtet. Die WIHOGA Dortmund möchte über verschiedene Bildungsgänge ein durchgängiges Konzept der beruflichen Integration in die gesamte Palette der Hotellerie, Gastronomie, Systemgastronomie, Catering-, Tourismus- und Eventbranche anbieten. Die ca. 60 meist minderjährigen und unbegleiteten Zugereisten in drei Klassen haben so eine Chance, neben beruflichen Grundkenntnissen ein Deutsch-Sprachniveau A2/B1 und den Hauptschulabschluss Klasse 9 (evtl. 10) zu erwerben. 

Gastronomie und Hotellerie sind von jeher eine internationale Branche. Beschäftigte aus weit über 100 Nationen arbeiten in unserer Gastgeber-Branche kollegial zusammen. Es ist für diese Betriebe selbstverständlich, Menschen aus dem Ausland und mit Migrationshintergrund auszubilden und zu beschäftigen. Die Internationalität ist ein Gewinn für Mitarbeiter, Betriebe und die zunehmende Zahl der Gäste aus dem In- und Ausland. Im Übrigen scheint aber auch umgekehrt die Gastro-Branche äußerst attraktiv für die zugereisten Jugendlichen zu sein und diesen gute Perspektiven bieten zu können. 

Die WIHOGA Dortmund nimmt Jugendliche mit Zuwanderungsgeschichte nur in Absprache mit dem Dienstleistungszentrum Bildung der Stadt Dortmund, Königswall 25-27, 44137 Dortmund auf. Interessenten wenden sich daher bitte zuerst an Frau Anja Lüttgens unter aluettgens@stadtdo.de oder Tel. 0231 5023042.

Bei der Einrichtung einer Internationalen Förderklasse (IFK) am Berufskolleg handelt es sich im Rahmen der Ausbildungsvorbereitung um einen einjährigen vollzeitschulischen Bildungsgang gemäß der APO-BK 13-33 Nr.1.1/Nr. 1.2 Anlage A, der einmal wiederholt werden darf.
Bei der Zielgruppe handelt es sich um Jugendliche ab dem 16. Lebensjahr mit Zuwanderungsgeschichte, die erstmals eine deutschsprachige Schule besuchen und nicht über die erforderlichen Sprachkenntnisse für die erfolgreiche Teilnahme am Unterricht in einer Regelklasse verfügen. Eine Aufnahme ist auch möglich, sofern die Jugendlichen die Sekundarstufe I nur kurzfristig besucht haben und eine Teilnahme in einer Regelklasse des Berufskollegs auf Grund der mangelnden Sprachkenntnisse nicht möglich ist. Der Aufenthaltsstatus spielt für die Aufnahme in die Internationale Förderklasse keine Rolle.