Gastronomie & Hotellerie sind eine internationale Branche!

Seit Januar 2016 leisten auch die Wirtschaftsschulen für Hotellerie, Gastronomie, Handel und Dienstleistungen Dortmund einen Beitrag zur bestmöglichen Integration von Migranten. Zusätzlich zu den bestehenden Bildungsgängen wurden sog. Internationale Förderklassen (IFK) zur Ausbildungsvorbereitung eingerichtet. Die WIHOGA Dortmund möchte über verschiedene Bildungsgänge ein durchgängiges Konzept der beruflichen Integration in die gesamte Palette der Hotellerie, Gastronomie, Systemgastronomie, Catering-, Tourismus- und Eventbranche anbieten. Die ca. 60 meist minderjährigen und unbegleiteten Zugereisten in drei Klassen haben so eine Chance, neben beruflichen Grundkenntnissen ein Deutsch-Sprachniveau A2/B1 und den Hauptschulabschluss Klasse 9 (evtl. 10) zu erwerben. 

Sehr positive Erfahrungen werden zurzeit insbesondere mit der IFK2 gemacht, in der zum Schuljahresbeginn 2016/17 die 24 engagiertesten und leistungsstärksten Schüler aller IFKn gebündelt wurden. Sie werden zu je 50% in der gastronomischen Praxis und in Theoriefächern geschult. Die Motivation dieser Schülerinnen und Schüler ist extrem hoch, und sie alle signalisieren, dass sie auf eine Ausbildungsstelle in Hotellerie und Gastronomie hinarbeiten. Bei dem sonst in der Hotelberufsfachschule an der WIHOGA üblichen Rotationsprinzip Restaurant, Küche, Bistro, Housekeeping, Rezeption etc. überraschen die Schülerinnen und Schüler der IFK2 jeden Tag mit ihrem großen Interesse und Engagement. Diese Motivation wird nach Ansicht des WIHOGA-Teams zu echten Vorzeigeergebnissen in der deutschen Sprache und in der Ausbildungsvorbereitung führen. 

Gastronomie und Hotellerie sind von jeher eine internationale Branche. Beschäftigte aus weit über 100 Nationen arbeiten in unserer Gastgeber-Branche kollegial zusammen. Es ist für diese Betriebe selbstverständlich, Menschen aus dem Ausland und mit Migrationshintergrund auszubilden und zu beschäftigen. Die Internationalität ist ein Gewinn für Mitarbeiter, Betriebe und die zunehmende Zahl der Gäste aus dem In- und Ausland. Im Übrigen scheint aber auch umgekehrt die Gastro-Branche äußerst attraktiv für die zugereisten Jugendlichen zu sein und diesen gute Perspektiven bieten zu können. 

Die WIHOGA Dortmund nimmt Jugendliche mit Zuwanderungsgeschichte nur in Absprache mit dem Dienstleistungszentrum Bildung der Stadt Dortmund, Königswall 25-27, 44137 Dortmund auf. Interessenten wenden sich daher bitte zuerst an Frau Anja Weier unter aweier@_we_dont_like_spam_stadtdo.de oder Tel. 0231 5023042.

Bei der Einrichtung einer Internationalen Förderklasse (IFK) am Berufskolleg handelt es sich im Rahmen der Ausbildungsvorbereitung um einen einjährigen vollzeitschulischen Bildungsgang gemäß der APO-BK 13-33 Nr.1.1/Nr. 1.2 Anlage A, der einmal wiederholt werden darf.
Bei der Zielgruppe handelt es sich um Jugendliche ab dem 16. Lebensjahr mit Zuwanderungsgeschichte, die erstmals eine deutschsprachige Schule besuchen und nicht über die erforderlichen Sprachkenntnisse für die erfolgreiche Teilnahme am Unterricht in einer Regelklasse verfügen. Eine Aufnahme ist auch möglich, sofern die Jugendlichen die Sekundarstufe I nur kurzfristig besucht haben und eine Teilnahme in einer Regelklasse des Berufskollegs auf Grund der mangelnden Sprachkenntnisse nicht möglich ist. Der Aufenthaltsstatus spielt für die Aufnahme in die Internationale Förderklasse keine Rolle.