Erfolgsstory

Dominique Küppers

Hotelbetriebswirt

Die folgenden Fragen sollen deine Reise von der WIHOGA zu deiner derzeitigen Position befragen und indem du diese beantwortest, möchten wir von dir lernen, wie dich deine Zeit an der WIHOGA geprägt hat und wie diese Erfahrung dir in deiner aktuellen Position hilft.

Wann hast du an der WIHOGA angefangen?
W
Im Jahr 2013
FH
Welchen Bereich hast du an der WIHOGA belegt?
W
Wirtschaftsfachschule: Staatlich geprüfter Betriebswirt Fachrichtung Hotel- und Gaststättengewerbe
FH
Es gibt viele Fachschulen für den Bereich Hotellerie und Gastronomie, warum hast Du dich damals für die WIHOGA – Wirtschaftsschulen für Hotellerie und Gastronomie - entschieden?
W
Da ich aus Dortmund komme, kannte ich einige Absolventen und wusste, dass ich meine Ziele an der WIHOGA bestens erreichen kann und der Besuch einer Hotelfachschule in einer anderen Stadt nicht notwendig war. Vor dem Besuch der WIHOGA hatte ich bereits eine einjährige Station im Ausland absolviert und wollte die kommenden zwei Jahre in meiner Heimat verbringen. Natürlich hilft es auch, in der gewohnten Umgebung zu leben und die Stadt zu kennen, in der man studiert.
FH
Was waren deine Beweggründe, die von dir gewählte Bildungsrichtung einzuschlagen? Welche Erwartungshaltung hattest du an die WIHOGA?
W
Nach der Ausbildung als Hotelfachmann wusste ich, dass ich ins Ausland möchte. Als ich zurück nach Deutschland kam, fragte ich mich, was kommt als nächstes? Ich habe gedacht, eine Ausbildung ist die Basis, Berufserfahrung ist wichtig, aber es kommt ein Punkt, an dem man sich für höhere Aufgaben wappnen muss und eine berufliche Weiterbildungsmaßnahme stellte die richtige Herausforderung für mich zu diesem Zeitpunkt dar. Meine Erwartungshaltung war, besonders im Bereich der Betriebs- und Mitarbeiterführung, neue Kompetenzen zu erlernen.
FH
Am Campus der WIHOGA ist immer viel los. Was macht das Leben am Campus so besonders?
W
Der Campus ist sehr lebendig, es gibt Sommerfeste und Fußballturniere. Durch die familiäre Atmosphäre, die an der WIHOGA, auch bedingt durch ihre relativ geringe Größe, herrscht, hat man das Gefühl, zu einer wunderbaren Gemeinde zu gehören. Die kurzen Wege und klaren Zuständigkeiten machen es einfach, sich zurecht zu finden.
FH
Welche Erfahrungen aus deiner Zeit an der WIHOGA haben dich bestärkt heute deinen ganz persönlichen Karriereweg einzuschlagen? Was hat dich zu diesem Weg inspiriert?
W
Die zwei Jahre an der WIHOGA waren für mich sehr erfolgreich. Ich habe gemerkt, dass es sich gelohnt hat, die Zeit dort zu verbringen und dieses positive Gefühl, habe ich nach dem Abschluss mitgenommen, um mich weiteren Herausforderungen zu stellen.
FH
Beschreibe uns doch kurz deinen Weg, nach dem du deine Zeit an der WIHOGA abgeschlossen hast?
W
Während des letzten Semesters war mir klar geworden, dass ich erneut eine Herausforderung im Ausland suchen wollte. So habe ich mich für ein Management-Training-Programm bei Starwood-Hotels beworben und war ein Jahr im W Hotel in Washington D.C. engagiert. Zu dieser Zeit war dieses Hotel das führende der Kette in ganz Nordamerika. Die Klientel, die Organisation eines so prestigeträchtigen Hauses und die Dimensionen der Hotellerie wurden für mich neu definiert.

Nach der Station in den U.S.A., habe ich mit einer WIHOGA-Kollegin zusammen in ihrem Familienhotel in Düsseldorf gearbeitet und habe versucht, meine internationalen Erfahrungen in einem ganz anderen Umfeld anzuwenden. Diese Station war sehr wichtig für mich und wir haben zusammen einige positive Änderungen bewirkt. Der Wendepunkt erfolgte, als ich mich aus Interesse an Land und Leuten in Mexiko beworben habe. Ich habe nach einer Aufgabe gesucht, die meine Stärken respektiert und habe bei der Deutsch-Mexikanischen Industrie- und Handelskammer in Mexiko-Stadt im Bereich Aus- und Weiterbildung angefangen. Das war ein schwerer Schritt, denn ich hatte keine Berufserfahrung außerhalb der Hotellerie und sprach nur sehr wenig spanisch. Aber: Ich hatte während meiner Zeit auf der WIHOGA versucht, alle Angebote der Schule wahrzunehmen, für die ich mich interessiert hatte und meine AEVO-Prüfung absolviert.

Zusammen mit der deutschen Sprache und einem sehr guten Abschlusszeugnis der WIHOGA, hatten sich nun die Türen für eine neuartige Herausforderung geöffnet. Als mein Spanisch besser wurde und eine Stelle überraschend frei, übernahm ich nach einem Jahr die Leitung der Abteilung Berufsbildung im Rahmen des deutschen dualen Systems und habe mit Kollegen zusammen die Ausbildung in 6 KFZ-Berufen mit deutschen Automobilherstellern und Zulieferern koordiniert.

Als ich festgestellt habe, dass ich der Herausforderung gewachsen war, suchte ich eine Neue und bewarb mich auf die Stelle als Leiter der Berufsbildungsabteilung bei der Delegation der Deutschen Wirtschaft in Ghana. Kurze Zeit später sind meine Familie und ich nach Accra umgezogen und seitdem bin ich dafür zuständig, deutsche, europäische und ghanaische Unternehmen dabei zu unterstützen, nachhaltige Aus- und Weiterbildungsmodelle für den Standort Westafrika zu entwickeln und fühle mich sehr wohl in meiner Rolle.
FH
Wie sieht denn heute dein Alltag aus? Kannst du uns ein paar Einblicke in deinen Arbeitsalltag geben? Wie können wir uns deinen Tagesablauf und dein Berufsleben vorstellen?
W
Ich interpretiere meine Rolle bei der AHK als die eines Projektmanagers. Ich starte meinen Tag indem ich meine E-Mails lese. Dann haben wir jeden Morgen ein Meeting, in dem jeder Mitarbeiter kurz seine Aktivitäten des Tages beschreibt. Diese Praxis kann ich empfehlen.

Es ist wichtig, zu wissen, welche Kollegen mit welchen Unternehmen oder Partnern arbeiten, einen kohärenten Auftritt als Organisation zu zeigen und mit den Kollegen aus anderen Abteilungen zusammen zu arbeiten. Zudem versuche ich, mich so nah es geht an der Wirtschaft aufzuhalten. Unternehmensbesuche, Video-Konferenzen mit AHK Kollegen aus der ganzen Welt gehören zu meinem Alltag, genau wie das Identifizieren von Unternehmensbedarfen und die weitere Beratung hinsichtlich Aus- und Weiterbildung. Mein übergeordnetes Ziel ist es, duale Elemente der deutschen dualen Ausbildung auch in Ghana zu etablieren, von denen die Menschen, die Unternehmen und die Regierung profitieren.
FH
Wenn du jetzt so zurückblickst, dann sind die letzten Jahre sicherlich sehr schnell vergangen und du hast vieles erlebt. Kannst du uns einen Einblick in deine nächsten Pläne und Träume geben? Wo soll es für dich in den nächsten Jahren hingehen?
W
Es ist schwer daran zu denken, wieder in einem Land zu leben, in dem die Sonne nicht jeden Tag scheint. Das gute Wetter in Subsahara-Afrika, oder auch Mexiko, bringt schon viel Gelassenheit in den Alltag, trotz gefülltem Terminkalender.

Ich fühle mich in dem Netzwerk der deutschen Auslandshandelskammern sehr wohl, kann mir in der Zukunft weitere Aufenthalte in Lateinamerika, oder Asien vorstellen. Auch Deutschland ist in der nahen Zukunft, trotz des Wetters, eine realistische Alternative. Zuerst möchte ich jedoch meine spannende Aufgabe in Ghana erfüllen und auch die Hotelfach- und Koch-Ausbildung im Land zusammen mit meinen Kollegen und den Hotelmanagern in Accra nach vorne bringen.
FH
Wenn du den zukünftigen und aktuellen Schülern und Studierenden etwas mit auf den Weg geben kannst, was wäre das?
W
Nehmt die Zeit ernst, lernt für jedes Fach und versucht so viel es geht aufzusaugen. Die Lerninhalte an der WIHOGA sind von Experten erstellt, die eine Vielzahl an Erfahrungen aus der Industrie mitbringen. Auch wenn ihr gegenwärtig nicht jeden Inhalt nachvollziehen könnt, es vergeht kaum ein Tag, an dem mir das Gelernte aus WIHOGA-Zeiten nicht in den Kopf kommt und mir hilft, Hürden zu überwinden. Lernt fürs Leben und nicht für die nächste Klausur.
FH
Zu guter Letzt: Nenne die drei wichtigsten Erfahrungen und Werte, die du durch die Erfahrungen an der WIHOGA gelernt hast.
W
Integrität, Fleiß und Mut. Niemand ist perfekt und wir alle lernen unser gesamtes Leben lang. Wenn man sich selbst treu ist, hart arbeitet und an sich glaubt, öffnen sich viele, scheinbar verriegelte Türen plötzlich ganz von alleine.
FH